Samstag., 21. März 2026
Spektakel, Hamburgerstraße 14, 1050 Wien
Einlass 19:00 Uhr • Beginn 19:30 Uhr
Auch wenn das Neruda als konkreter Ort, als Kultur-Lokal und sozialer Treffpunkt möglicherweise Geschichte ist, bleibt die Kulturarbeit hinter dem Neruda weiterhin aktiv. Nach einer Neuausrichtung kehrt das Festival „100% SONGWRITERINNEN“ am 21. März dieses Jahres – einen Tag nach Frühlingsbeginn – erstmals wieder zurück. In der Vergangenheit widmete sich das Festival unterschiedlichen Facetten der Lied- und Songkunst und machte dabei bewusst ausgewählte, in Wien lebende und künstlerisch tätige Musikerinnen aus anderen Ländern sichtbar und hörbar.
In der dicht bespielten Kulturstadt Wien setzt das Festival diesmal einen klaren Fokus und findet an einem einzigen Abend an einem neu gefundenen Spielort statt: im Spektakel. Passend zum Monat des Internationalen Frauentags präsentieren drei Künstlerinnen aus Costa Rica, dem Iran und Syrien ihre Musik.
PHOEBE VIOLET stammt aus Costa Rica und verbindet ihre Wurzeln mit ihrer gelebten künstlerischen Praxis, zuletzt veröffentlichte sie das Album „Suspiros“, auf musicaustria.at so rezipiert: „Im Zentrum stehen Stücke für Gesang und Gitarre, die sich stilistisch zwischen traditionellem Fado, südamerikanischer Liedkultur, europäischen Kunstlied-Anklängen und kammermusikalischen Einwürfen bewegen. Phoebe Violets Stimme trägt die Stücke ohne Effekthascherei – klar, leicht verletzlich und mit einer geheimnisvollen Ausstrahlung.“ Line-Up: Basma Jabr (Vocals, Frame Drum); Mahan Mirarab (Electric and Acoustic Guitar, Bass); András Dés (Percussion); Daniele Camarda (Bass)
BASMA JABR wurde in Syrien geboren, zuletzt veröffentlichte sie 2023 das Album „Furat“, mit dem sie sich mit der Arbeit arabischer Musikerinnen von 1920 bis 1960 aus einer zeitgenössischen Perspektive würdigend auseinandersetzte, aktuell arbeitet sie an ihrem neuen Album „Lumi“, mit dessen Kompositionen sie arabische Musik und Jazz kombiniert.
GOLNAR SHAYAR Die iranisch-kanadische Wahlwienerin ist seit vielen Jahren eine der vernehmbarsten Stimmen für künstlerische Diversität, als Komponistin wie Sängerin von einem großen Reichtum der unterschiedlichsten Ausdrucksmittel und stilistischen Nuancen. Nicht zuletzt rückt einem Golnars Kunst ins Bewusstsein, welche Tragödie die aktuelle Lage im Iran ist. Zugleich spricht ihre Musik von und zu und aus einer Welt, die solche Enge und Unterdrückung hinter sich lässt, hat zugleich mehr zu geben, als immer wieder die Auseinandersetzung damit.
Die Künstlerinnen und Neruda freuen sich über mediale Ankündigung und Berichterstattung, natürlich ebenso über Besuch des Abends!
Marco Antonio Sanhueza
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